Jack Wolfskin Logo

Beschreibung: Das Logo von Jack Wolfskin (Hersteller von Funktionsbekleidung) ist rechteckig und zweifarbig. Auf einem schwarzen Hintergrund ist der Schriftzug mit dem Firmennamen in Ocker zu sehen, sowie eine stilisierte "Tatze" deren "Krallen" schräg nach rechts oben zeigen.

Bedeutung

Das Ocker vermittelt eine herbstliche Stimmung (Verfärbung der Baumblätter), der nachtschwarze Hintergrund weckt eine Assoziation zum Wald. Die "Tatze" erinnert an den Pfotenabdruck eines Raubtiers im Sand oder Boden, ob es sich eher um einen Bären oder einen Stubentiger handeln soll, bleibt das Geheimnis des Designers. Die Richtung deutet Bewegung an, geradezu ist man geneigt mit seinem rechten Fuß zu folgen. Der Schriftzug wirkt ganz leicht "wie gemalt", ist raumgreifend (Fettdruck) und die Buchstaben stehen sehr dicht aneinander, fast schon gedrängt.
Obwohl die primäre Logofarbe Ocker ist, variiert das Unternehmen seine Farbwahl (wie auch andere Unternehmen der Branche, z.B. Adidas) über verschiedene Produktlinien hinweg (z.B. ist die Tatze auch weiß auf schwarzen Hintergrund).

Geschichte

Einen Bestandteil (neben dem Schriftzug) des Logos, den stilisierte Pfotenabdruck, entwarf Roland Matticzk 1978 für die Tageszeitung taz. Es wurde jedoch versäumt, sich die Rechte daran zu sichern.
Die Firma Jack Wolfskin registrierte in den 1980ern ein ähnliches Logo für sich als Markenzeichen. Etwa 20 Jahre später erfolgte ein Rechtsstreit. Jack Wolfskin erwirkte vor Gericht einen Beschluss, der es der Tageszeitung taz verbietet, Merchandising-Produkte (Werbeprodukte) aus dem Outdoor-Bereich mit der taz-Tatze zu bedrucken oder zu besticken. Das gilt selbst dann, wenn neben der Tatze der Schriftzug „die tageszeitung“ eine eindeutige Zuordnung erlaubt.

Im Oktober 2009 verschickten die Anwälte von Jack Wolfskin kostenpflichtige Abmahnungen an Bastler und Kleinstunternehmer, die Pfotenmotive in ihren Kreationen verwendet hatten (z.B. als Schmuckelement).
Dies löste eine heftige Gegenreaktion in Online-Foren und unter Bloggern aus, die das Verhalten des Unternehmens dokumentierten. Sie waren empört über die Taktik einer großen Firma gegen einzelne Personen vorzugehen, die ein kaum messbares Einkommen aus dem Fashion-Bereich bezogen, und keineswegs die Absicht hatten, Jack Wolfskin-Pordukte nachzuahmen. Der Protest erreichte die nationalen Nachrichtenmedien in Deutschland. Die zunächst unverblümte Weigerung von Jack Wolfskin, einen Rückzieher zu machen, führte zu Boykottaufrufen in mehreren Online-Communities in Deutschland und im Ausland. Als die Auswirkungen der negativen Publicity deutlich wurden, gab Jack Wolfskin später eine Pressemitteilung heraus, in der sie darauf hinwiesen, dass sie in Zukunft direkt mit Personen, die möglicherweise das Urheberrecht der Firma verletzen, in den Dialog treten würden, anstatt als ersten Kontakt Schadensersatzforderungen zu versenden.

Unternehmen

Jack Wolfskin gehört zu den führenden Anbietern von funktioneller Outdoor-Bekleidung, -Schuhen und -Ausrüstung in Europa und ist der größte Franchise-Geber im deutschen Sportfachhandel. Es gibt mehr als 600 Franchise-Stores und 4.000 Verkaufsstellen in ganz Europa und Asien.
Gegründet 1981 in Frankfurt, hat Jack Wolfskin heute seinen Firmensitz in Idstein im Taunus und beschäftigt mehr als 600 Mitarbeiter.

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