CMS / Statische Webseiten

Welches CMS?

Da die Auswahl des Systems, mit dem die Seiten ihres Internetauftritts erstellt und gepflegt werden, insbesondere für diejenigen, die dann anschließend dieses System warten & nutzen müssen, eine weitreichende Entscheidung ist, sind hier ein paar grundsätzliche Aspekte erläutert.

Die Großen

Für größere Internetauftritte mit hunderten von einzelnen Seiten planen, ist ein CMS (Content Management System) fast unverzichtbar. Diese, meistens PHP-basierten Programme automatisieren einen Großteil der Verwaltungsaufgaben. Dazu erlauben Sie mehreren Benutzern die Pflege des Inhalts (neue Seiten erstellen oder vorhandene aktualisieren).

Per se kommen diese CMS Systeme mit einem Standard-Layout, das meistens nicht viel hermacht, aber es gibt eine erkleckliche Anzahl von Design-Templates, viele kostenlose, aber auch für kostenpflichtige hält sich die Investition sehr in Grenzen.

Die üblichen Verdächtigen wie Typo3 oder WordPress nutzen eine Datenbank (heutzutage als Standard bei den Hosting-Anbietern mit im Paket) im Hintergrund. Schon seit geraumer Zeit existieren auch sogenannte „flat-file“ CMS wie Stacy oder das sehr moderne Kirby. Diese arbeiten ebenfalls mit PHP nutzen aber keine Datenbank, sondern einfache Textdateien (für den Inhalt) innerhalb einer Ordnerstruktur.

Der Siegeszug der CMS begann mit dem Aufkommen der Blogger, denn eine ihrer Stärken ist das „dynamische“ Aufbereiten der einzelnen Seiten eines Internetauftritts: so ist z.B. der Block „Letzte Kommentare“ (inklusive des Links) automatisch auf allen Seiten (auch wenn es 10.000) innerhalb von Sekunden aktuell.

Doch CMS Systeme haben auch Nachteile: zum einen wird durch die Ausführung des PHP-Codes und dem Zugriff auf die interne Datenbank die Antwortzeit (Ladezeiten sind für Suchmaschinen ein wesentlicher Rankingfaktor) verlängert (hier gibt es Plug-Ins die durch Caching in gewissen Anwendungsfällen Abhilfe schaffen können), zum anderen sind PHP und die Datenbank DAS Einfallstor für Hacker. Der letzte Punkt zwingt quasi die Betreiber zu immer neuen Updates, die nicht immer reibungslos verlaufen.

Die Kleinen

Für kleinere Internetauftritte kann es durchaus sinnvoll sein, die Seiten manuell zu erstellen, oder ein PC-basiertes Programm zu nutzen. Ganz früher bot sich auch Dreamweaver an, heute kommen dafür NetObjects oder Zeta Producer in Frage (auch als Desktop CMS oder WYSIWYG-Editor bezeichnet).

Übrigens: auch Microsoft WORD kann HTML Dateien erstellen (seit mehr als 15 Jahren). Die sind zwar vom Code her aufgeblassen, alles andere als performant, und es ist auch absolut nicht zu empfehlen, aber es geht (einfach mal mit „Speichern unter“ ausprobieren und anschließend die HTML Datei im Lieblingsbrowser laden).

Was nun genau „kleiner“ ist, ist diskutabel. Alles unter 20 Einzelseiten gehört jedoch definitiv dazu.

Sollte diese Zahl überschritten werden, ist noch der Aspekt, wie häufig neue Seiten hinzukommen ganz entscheidend. Ist die Antwort „täglich“, wird ein CMS fast schon wieder Pflicht, es kann aber auch eines wie Kirby sein, das ohne eine Datenbank auskommt.

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